Titel: Verbesserte Anordnung von Taschenuhren; von F. B. Bouscatié in Paris.
Fundstelle: Band 184, Jahrgang 1867, Nr. LXXXIII., S. 395
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LXXXIII. Verbesserte Anordnung von Taschenuhren; von F. B. Bouscatié in Paris. Auszugsweise aus dem Mechanics' Magazine, Januar 1866, S. 9. Mit Abbildungen auf Tab. VI. Bouscatié's Anordnung von Taschenuhren. Die von Bouscatié vorgenommenen Verbesserungen, welche im Jahre 1865 in England patentirt wurden, beziehen sich nicht auf neue Constructionen, sondern insbesondere auf eine abgeänderte Anordnung bei der Zusammenstellung der bekannten Haupttheile einer Uhr, die für jede Federuhr angewendet werden kann, mag dieselbe mit irgend einem Echappement versehen seyn. Die neue Anordnung, von welcher in Fig. 10 der vordere Theil der Uhr (mit hinweggedachtem Zifferblatte), in Fig. 11 der rückwärtige Theil des Uhrwerkes, in Fig. 12 ein Querschnitt des letzteren, in Fig. 13 ein Querschnitt am Echappement dargestellt ist, ist jedoch interessant genug, um sie hier in so weit vorzuführen, als dieß zum Verständnisse der Abbildungen nothwendig ist. Man sieht vor Allem, daß das Steigrad b (Fig. 11, 16, 17) das Getriebe c an der oberen Seite und nicht wie gewöhnlich an der unteren enthält. Sein Lager a (Fig. 11, 18 und 19) ist dabei so angeordnet, daß es mit allen übrigen Lagern nahezu in einer und derselben Ebene liegt. In das Getriebe c greift das dritte Rad d ein, welches seine Achse im Lager e hat, wodurch auf das am Lager f mit einer eigenen Unterstützungsplatte r angebrachte Echappement eingewirkt wird. In demselben Lager hat die Balance i, welche durch die Spirale h (Fig. 10) in Oscillation versetzt wird, ihre Achse, und beide sind in einer Höhlung des Zifferblattes so angebracht, daß sie zwar nicht direct zugänglich, die Schwingungen der Balance jedoch von Außen durch das Zifferblatt wahrnehmbar sind. Weitere Verbesserungen sieht man in der Anordnung des Getriebes o, o des zweiten Rades n, das, um dem dritten Rade d freien Durchgang zu gestatten, in zwei Abtheilungen getheilt ist, von welchen die obere mit dem ersten Rade q zum Eingriffe kommt, während die Unterstützungsweise der Achsen der Balance und des Echappements durch die Scheiben t, t, (Fig. 14 und 15), deren Verbindung mit den Lagerplatten r und f aus Fig. 13 zu erkennen ist, als eine eigenthümliche betrachtet werden kann. Daß der sogen. Regulator l, welcher bekanntlich zur Adjustirung der Spirale h dient, auf beiden Seiten mit Ansätzen versehen ist, um seine Bewegung mittelst zweier in dem Stücke r eingelassenen Schrauben zu begrenzen, wenn derselbe nach rechts oder links gedreht wird, kann ebenfalls als eine Verbesserung angesehen werden.

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